Familienstellen                               Ordnung des Miteinanders

Himmelsscheibe von Nebra, Von Dbachmann, CC BY-SA 3.0,
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Beim Familienstellen wird die eigentlich wirksame Ordnung im menschlichen Miteinander sichtbar. Beim Familienstellen wird sichtbar, dass Bindung durch universelle Gesetze bestimmt wird. Dieses gilt für Mensch, Tier und Pflanze. Ordnungsgesetze regeln nicht nur die Beziehungen innerhalb einer Spezies, sondern auch die Beziehungen von Mensch und Tier, von Mensch und Pflanzen.

Die Zugehörigkeit zu einer Familie ist durch Ordnungsgesetze festgelegt. Bert Hellinger nannte sie 'Ordnungen der Liebe'. Diese Bindungsgesetze fixieren auch die spezifische Rolle eines Familienmitglieds  - im Guten wie im Schlechten. Das Gleiche gilt für  Schicksalsgemeinschaften wie Schule, Verein, Betrieb.

Die Bindungsgesetze wirken wie Naturgesetze und sind durch den menschlichen Willen nicht veränderbar. Eine nachhaltige und tiefgreifende Lösung von Konflikten, Missverständnissen und Schicksalsschlägen ist daher nur in Anerkennung dieser Ordnungsgesetze möglich.

Beim Familienstellen kann dann jedoch auch gespürt werden, dass die Bindungskräfte und Ordnungsgesetze Geborgenheit, Rollen-Sicherheit, Orientierung und Stille ermöglichen - wenn sie im Sinne der 'Ordnungen der Liebe' gelebt werden. Dabei steht 'Liebe' für Ehrfurcht vor dem Leben und seinen Gesetzen, unabhängig vom menschlichen Willen.

Das Befolgen aktueller moralischer Trends führt zu einer scheinbar wertvollen Zugehörigkeit. Liebe wird immer wieder neu definiert! Doch das hat keinen Einfluss auf Bindungkräfte und die 'Ordnung der Liebe'.

Ganz im Gegenteil! Das Leben reagiert, um die immer gültige Lebensordnung wieder einzusetzen. Leid und Schicksalsschläge sind die Signale, sich zu besinnen.  Das 'kollektiven Gewissen' will erinnern, wie menschliches Leben zu verkörpern ist.