Beim Familienstellen wird die eigentlich wirksame Dynamik im menschlichen Miteinander sichtbar. Beim Familienstellen wird auch sichtbar, dass familiäre Bindung – Bindungsliebe – gesetzt und nicht abwählbar ist. Schöpfungesetze bestimmen das Los für Mensch, Tier und Pflanze.

Die Zugehörigkeit zu einer Familie ist durch Ordnungsgesetze festgelegt. Bert Hellinger nannte sie ‚Ordnungen der Liebe‚, eine Ummantelung der eigentlich biblischen Gebote, von denen der Mensch sich eigenmächtig entfernt hat. Es geht  um die Einhaltung von Gesetzen, die eine Liebe im Sinne von Nestwärme erst möglich macht.

Ein Familienstellen, welches nicht die betrügerische  ‚Liebe um jeden Preis‘ oder eine ‚Selbstrechtfertigung um jeden Preis‘ bezweckt, geht es um Herausstellung der Verfehlung, der  Missachtung von – göttlichen – Gesetzen. Jedes Familienmitglied trägt eine dementsprechende Last, welches sein Schicksal bestimmt und sich in  Schicksalsgemeinschaften wie Schule, Verein, Betrieb auswirkt.

Die Bindungsgesetze  sind durch den menschlichen Willen nicht veränderbar. Eine nachhaltige und tiefgreifende Lösung von Konflikten, Missverständnissen und Schicksalsschlägen ist daher nur in Anerkennung dieser Ordnungsgesetze möglich.

Beim Familienstellen kann  jedoch auch gespürt werden, dass Bindungsliebe und Ordnungsgesetze Geborgenheit, Rollen-Sicherheit, Orientierung und Stille ermöglichen. Dabei steht ‚Liebe‘ für Ehrfurcht vor dem Schöpfer, dem Leben und seinen Gesetzen, unabhängig vom menschlichen Willen.

Das Befolgen aktueller moralischer Trends führt zu einer scheinbaren Zugehörigkeit. Liebe wird immer wieder neu definiert! Doch das hat keinen Einfluss auf Bindungkräfte und die ‚Ordnung der Liebe‘.

Ganz im Gegenteil!  Leid und Schicksalsschläge sind die Signale, sich zu besinnen. Das ‚kollektiven Gewissen‚ will erinnern, wie menschliches Leben zu verkörpern ist – gemäß des göttlichen Schöpferplans.