Epigenetik, Morphologie, Ordnungsgesetze sind die Quellen,  die ein seriöses Familienstellen ermöglichen. In Kenntnis dieser teilweise neuen Forschungszweige verliert Familienstellen seinen mysteriösen, ‚esoterischen‘ Anstrich. Familienstellen steht auf wissenschaftlich nachprüfbaren Beinen.

Familienstellen: Aufspüren verborgener Informationen durch Epigenetik
Der Forschungsbereich der ‚Epigenetik‘ gründet auf der Erkenntnis, dass die DNA („der Koch“) verschiedenste Proteinstrukturen („Rezepturen“) bilden kann, je nach familiärer Prägung. Dadurch kommt es zu einer beschränkten Lebensperspektive. Dadurch setzen sich Einstellungen, Verhaltensmuster und Gefühle („Geschmack“ …  „Geruch“) im menschlichen Leben durch. So entsteht ein menschliches Schicksal – eine bestimmte Rezeptur.

Seriöses ursprüngliches Familienstellen, wie es z.B. von Bert Hellinger dokumentiert wurde, setzt beim „Koch“ an und stellt die Frage nach den Einzelheiten der Rezeptur. Welche Informationen, welche Ereignisse  in der Familie führen zu einem schweren Schicksal? … Was hat die Suppe versalzen? Der Körper reagiert auf Informationen und verleibt sich diese dadurch ein. Deshalb ist jede Information im Körper zu finden!

Die epigenetische Prägung wird beim Familienstellen als ‚Verstrickung‘ bezeichnet. Wird jemand oder etwas ausgegrenzt und damit das ‚Recht auf Zugehörigkeit‘ aberkannt, wird dieses Schicksal oder diese Einstellung als ‚Code‘ von einem Nachkommen aufgenommen. Der Nachkomme lebt also nicht sein eigenes Schicksal, sondern das eines Vorfahren.  Und das in aller Konsequenz im Sinne des Verhaltens, des Fühlens und Denkens! Er ist ‚identifiziert‘ und ‚verstrickt‘  bzw. epigenetisch dementsprechend strukturiert.

Familienstellen:  Wahrnehmungen durch das Gesetz der Morphologie
Der Physiker Rupert Sheldrake beschreibt das Gesetz der Morphologie. Jede Lebensgemeinschaft bildet einen Raum, in dem jedes Mitglied im Sinne dieses Raumes mit seinen spezifischen Informationen funktioniert. So ist jeder Mensch von Geburt an Teil einer Familie und eines Volkes. Familie und Volk bilden durch das Gesetz der Morphologie ein Feld bzw. einen Körper. Wie das Bein Teil eines menschlichen Körpers ist, so ist der Mensch Teil seines Familienkörpers.

Deshalb ‚ist‘ der Mensch seine Familie.  Auch deswegen hat er Zugang zu allen Informationen der Familie. Durch das Gesetz der Morphologie kann beim Familienstellen der Schlüssel auch zu tabuisierten und verheimlichten Geschehnisse gefunden werden. Jeder Mensch steht in ‚morphischer Resonanz‘ zu allen anderen Familienmitgliedern – auch zu den verstorbenen, deren Informationen er als Erbe in seinem eigenen Körper findet. Nicht die Toten selbst sind also beim Familienstellen anwesend, sondern ihr epigenetisches Erbe in den Nachkommen, welches als Information abrufbar ist.

Jedes Familienmitglied  reagiert anders auf den gemeinsamen Informationspool. Jeder trägt eine eigene ‚Verstrickung‘ und kann nicht anders als davon ganz eingenommen zu sein und darauf zu reagieren. Insofern ist jedes Schicksal ein Reaktionsmuster auf ein ‚morphisches Feld‘, in dem man geboren und aufgewachsen ist.

Eine Einführung in die morphischen Felder gibt Götz Wittneben, der von ‚Holarchie‘ spricht: Jede Ganzheit ist Teil einer größeren Ganzheit. Und: „Telepathie tritt überall da in Erscheinung, wo Beziehung besteht, also ein soziales Feld existiert.“

Familienstellen: Das ‚kollektive‘ Gewissen  fordert tieferes Recht ein
Familienstellen im ursprünglichen Sinn findet auf einer archaisch anmutenden Körper-Ebene statt. Das ‚kollektive Gewissen‘  fordert ein ‚Aug um Aug, Zahn um Zahn‘ – mit der Härte, wie sie im Alten Testament beschrieben steht. Auf Vergehen folgt die Strafe. Schuld und Unrecht müssen gesehen, anerkannt und gesühnt werden – auch wenn es womöglich Jahrhunderte zurückliegt. Das steckt hinter jedem Schicksalsschlag, hinter jeder Leidspirale. Deswegen ist Familienstellen immer eine Zumutung: Unter dem dünnen Firnis des von einem guten Gewissen durchdrungenen Lebens verbirgt sich oft ein ‚Sodom und Gomorrha‘, welchem mit allen Bestrebungen des Gutseins nicht beizukommen ist.

Familienstellen: Ordnungsgesetze bestimmen das menschliche Zusammenleben
Ebenso archaisch anmutende Ordnungsgesetze müssen anerkannt werden, will man der ‚Fortsetzung im Schlimmen‘ entkommen. Das ‚kollektive Gewissen‘ funktioniert im Auftrag der göttlichen Gesetze. Diese gilt es wiederzufinden und mit eigenem Leben zu füllen.

Liebe ohne Orientierung an den Ordnungsgesetzen hat keinen Bestand. Diese Ordnungsgesetze sind keine konservativen und deswegen vielleicht überholten Moralvorstellungen. Sie sind Teil der menschlichen Struktur, denn er ist ‚Geschöpf‘!

Der Mensch ist so gesund und ausgeglichen, wie er die Ordnung und die Gesetze dieser göttlichen Ordnungsmatrix einlöst. In Anwendung dieser Ordnungsgesetze, in Ehrfurcht vor dem Schöpfer wirkt und löst ein Familienstellen!

Familienstellen ist also ein Ordnungsgesschehen und keine Therapie, hat jedoch therapeutische Wirkungen. Denn sind wir gemäß dieser vorgegebenen Struktur geordnet bzw. wieder ein-geordnet, erleben wir, wie Lasten sich lösen und eine tiefe Einsicht und Ruhe möglich wird.