Familienstellen

Seminare zum Familienstellen
Grad 1

Das nächste Familienstellen findet am 26.11. statt.
10.00h - 19.00h

Nur mit Anmeldung!

Aufstellungsplätze frei
Plätze zum Mitwirken frei

 

Familienstellen findet auf einer körperlichen Ebene statt. Als Stellvertreter-innen für Familienmitglieder eines fremden Familiensystems reagieren wir körperlich, können nur körperlich reagieren, denn wir kennen die Familien nicht. Anhand der körperlichen Reaktionen wird ein untergründiger Konflikt, ein Geheimnis, eine 'Verstrickung' sichtbar. Die Familienmitglieder (verkörpert durch Stellvertreter) schauen sich nicht an, vereinzeln sich, schauen aus dem Fenster... Anhand der körperlichen Reaktionen wird dann auch die Lösung gefunden, die dazu führt, dass sich die Familienmitglieder als Familie empfinden können und ein BeieinanderSein herbeiführen.

Der Epigenetiker Bruce Lipton erlebte durch ein zufällig entstandenes Experiment, dass Zellen ein Bewusstsein haben. Zellkulturen in einer Petry-Schale wichen an den äußersten Rand zurück, wenn Toxine neben die Schale gestellt wurden, drängten aber vor an den Rand, um Nährendem ganz nah zu sein. Keine Argumente und Urteile, ob gut oder schlecht, sondern nur Empfindungen und Bewusstsein!

Diese Zell-Wahrnehmung gilt es beim Familienstellen zu entwickeln. Sie ist nicht zu ersetzen durch ein rationales Abwägen, was gut oder schlecht, von Vorteil oder Nachteil sein könnte oder was wir emotional bevorzugen würden - gemäß unseren heutigen Vorstellungen. Die Zellen weisen den Weg! Die Zellen sind eingebunden in die Ordnungsmatrix und sprechen ihre Sprache!

Daraus entsteht das Familienstellen als diagnostischer Prozess. Von Reaktion zu Reaktion wird der schwere Verstoß gegen die Ordnungsgesetze deutlicher. Das Unrecht wird als solches erkennbar, indem Stellvertreter körperlich geschwächt sind, nicht mehr stehen, atmen, sich bewegen können. Die Lösung besteht in einem nachträglichen Bekenntnis und einer nachträglichen Anerkennung des Unrechts durch den/die Verursacher-in, verkörpert und ausgedrückt durch Stellvertreter. Die Lösung wird als solche erkennbar, dass zuvor geschwächte Teilnehmer wieder zur Kraft finden, stehen können, durchatmen.

Dieser Prozess dauert bis zu 3 Stunden - insofern werden 2 Aufstellungen pro Seminartermin vollzogen.

 

Auch die Teilnehmer/innen, die mitwirken ohne ihre eigene Familie aufzustellen, sind beim Familienstellen in den Prozess eingebunden.

Zum einen rückt ein eigenes Familienstellen in seiner Bedeutung näher und wird begreifbarer, wenn man ähnliche Verstrickungen als Mitwirkende/r verkörpert. Gerade bei den Opfer-Täter-Verstrickungen ist es unterstützend, in die Schlingen der Täterschaft hinein zu spüren. Der Lösungssatz „Mir steht kein Urteil zu“ bekommt dann eine tief nachvollziehbare Dimension. Man weiß und merkt, dass dieser Satz in der eigenen Seele neue Räume von Selbstgewissheit freilegt.