Wahrnehmen ist Wahrheit nehmen


Was trennt uns vor der Wahrheit? Das einzig Trennende ist, dass wir das Wahre nicht sehen können und nicht sehen wollen.

Wir können sie nicht sehen, weil wir durch karmische Prozesse bedingt in Lügengebäuden Erfahrungen sammeln müssen. Im Prozess selbst erscheint uns die karmische Welt als wahr, doch wir stellen die falschen Fragen. Hinsichtlich des zu erfülleden Karma notwendig, hinsichtlich der Wahrheit hinderlich! Wir sind in einem Phänomen gefangen, welches in der vedischen Kultur als ‚Maya‘ bezeichnet wird. Das wahre Leben ist ‚verschleiert‘. Der Schleier hebt sich, wenn wir einen karmischen Kreis beenden. Dann können wir die Wahrheit spüren und sehen. Erst dann ist es möglich, sich der Schöpfungswahrheit einzuordnen.

Doch dann ist die Schwelle einer Entscheidung erreicht, in der wir womöglich die Wahrheit nicht sehen und schon gar nicht nehmen wollen. Sich in die Schöpfung einzuordnen, heißt einem Leben zu folgen, das nicht mehr planbar und abgesichert ist. Wahrnehmen hat den Preis, wahrhaftig zu sein – nicht zu den eigenen Bedingungen, nur zu den Bedingungen der Schöpfung selbst!